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Morganes Garten

Mein garten liegt auf über 900 höhenmetern, im rauhen westen des Waldviertels. Ja, er erfreut mich mit all seinen kräutern, blumen, gemüsen, kräutern düften und farben, bis er das aber tut, braucht er große zuwendung. Es ist überhaupt keine ausnahme, wenn im Juni noch frost alle bemühungen um meine zarten gemüsepflänzchen zunichte macht. Die allgemein gefürchteten und verhassten schnecken tun dann das ihre dazu, dass die freude am eigenen garten gedämpft bleibt.

 

Wenn all diese klippen aber, durch abdeckungen, folientunnels etc. umschifft sind, dann, ja dann entfaltet mein garten seinen ganzen charme. Dann gibt es auch eigenes gemüse. Tomaten auf 930m? Oh ja, und welche! Gurken, paprika, kürbisse, alles ein wenig kleiner, ein wenig später, aber mit freude und dankbarkeit genossen, sind ein wahrer quell des wohlbefindens. Nicht alles wird jedes jahr reif, wenn es aber reift, dann ist es ein wahres fest für mich!

 

Dann kann ich mich, in meinem weidenzelt, zufrieden und entspannt der mittäglichen sommerstille hingeben und alle fünfe grade sein lassen. Denn was wäre der schönste garten, wenn man ihn immer nur, in gebückter haltung und mit der haue in der schwieligen hand, wahrnäme? Nein, er muss doch auch genossen werden, mit allen sinnen und durchaus hedonistisch!

Tretet ein in das Reich von Morgane und Merlin.

 

KINDER DER ERDE

Wenn uns die Erde wieder lehrt,

wie einst, als wir wie ihre Kinder

unter gütiger und weiser Obhut

die Züge ihres Antlitz'

nachzeichnend sie zum Lächeln brachten,

ferne Erinnerung, leise klingt sie in uns,

und wir wissen nicht, woher,

jetzt, da wir als halberwachsne Flegel,

ihres Schmerzes nicht achtend,

Trauer in die lieben Züge graben.

Wenn uns die Erde wieder lehrt,

wenn wir, nun endlich reif geworden,

uns wiederkehrend,

erkennend in die Mutterarme schmiegen,

schliesst sich der Kreis.